Es wurde revolutioniert, sich gewendet und eine Menge Potenzial verschwendet … um heute zu halluzinieren was gesellschaftlicher Fortschritt sein sollte …

Die Ereignisse vor 30 Jahren geben Aktören Grund sich zu erinnern und zu verinnerlichen was geschehen. Da wird gedacht der Veränderungen, die Folge oft allerdings ignoriert, so das die Ursachen für die heutigen gesellschaftlichen Erscheinungen, welche zwar beklagt, aber meist von den Ereignissen 1989/90 abgekoppelt werden. Und so wurde sich auch in Quedlinburg erinnert und diskutiert, ein Podium hat es gegeben und eine Diskussion vielleicht auch, vielleicht wurde sich auch nur gegenseitig beweihräuchert, ich kann es nicht sagen, war nicht dabei gewesen, habe allerdings darüber einen Beitrag in der MZ gelesen, welchen ich auf Facebook wie folgt kommentierte:

Gloria, Halleluja, … geheiligt sei die Einfalt und die Einfältigen, welche sich vor lauter Wenden heute nur noch im Kreise drehen und nicht mitbekommen wohin das alles geführt hat …! Und wenn ein Professor dann noch verkündet, dass das Bildungssystem in der DDR eine „Erziehungsdiktatur“, dann verkennt er völlig gegenwärtige Entwicklungen, welche dank der damaligen Ereignissen auch im Osten vorangetrieben wurden. Heute ist das Bildungssystem eher eine Verziehungsdiktatur, und es gibt nicht wenige Absolventen der 10ten Klasse, welche nach zehn Jahren Schule nicht die Voraussetzungen mitbringen eine Lehre aufzunehmen. Letztlich auch kein Wunder, wenn es in der Bildungshierarchie solche Professoren gibt, welche elementare Zusammenhänge nicht erkennen …, nun ja, kommt dabei raus, wenn „Blitzlichter auf verschiedene Ereignisse“ geworfen werden!

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Umgang mit Faschismus und Faschismustheorie!

Es wird sicher Menschen in diesem Lande geben, welche mit den Begriff Faschismus nicht viel anfangen können, da in den Hauptstrommedien in der Regel von Nazis, oder Nationalsozialismus zu lesen und zu hören ist. Das damit die von den deutschen Faschisten selbst gewählte Verschleierung weiter genutzt wird, ist vielen nicht bewusst. Anders verhielt es sich in der DDR, dort wurde von Faschismus gesprochen, es gab auch eine Definition desselben und die Besonderheiten des Hitlerfaschismus, oder des deutschen Faschismus wurden herausgearbeitet und benannt. Die Auseinandersetzung mit den Faschismus geht weiter, sie ist notwendiger den je, eine klare Positionierung ist wichtig, diese sollte allerdings auch theoretisch fundiert sein.
In folgendem ein übernommener Text, zu diesem aktuellem Thema:
Die westdeutschen Marxisten wurden unter anderem, was die Theorien über den Faschismus betrifft, sehr geprägt durch Reinhard Kühnl. Das war ein seiner Zeit, vor der Konterrevolution, bemerkenswert fortschrittlicher Historiker in der BRD. Er musste, bis er die Professur in Marburg innehatte, übelste Intrigen und Anfeindungen aus seiner überwiegend reaktionär aufgestellten Zunft über sich ergehen lassen, so zum Beispiel von dem „Kollegen“ Ernst Nolte, einem Apologeten der Monopolherrschaft und zu jeder Diffamierung bereiten Antikommunisten.

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Wer sich immer nur Wendet, muss sich nicht wundern, wenn er sich nur im Kreis dreht!

Einen Kommentar, welchen ich als gut, weil treffend befunden habe und auf Facebook nicht kommentierte, sondern mit „gefällt mir“ markierte, werde ich unten spiegeln, mit Zustimmung des Autors versteht sich. Das Thema war die Wende 1989/90 im Osten der Republik, der Gegenstand ein Beitrag in der MZ zum Vorhaben eines Denkmals in Form eines Wendebrunnes in Quedlinburg. Allerdings wurde ich mit diesem Thema schon vor einiger Zeit konfrontiert, hatte mich gar mit dem Künstler unterhalten und dann das Ganze wieder vergessen. Der Beitrag in der MZ zeigte, dass das Thema wieder auf der Tagesordnung zu finden ist, der Initiator, sowie seine Unterstützer tätig waren und weiter an der Umsetzung arbeiten. Ein weiterer Beitrag vor wenigen Tagen unterstreicht dieses, lies aber auch die eine und andere Frage nicht offen. Leider konnte ich diesen Beitrag in der Internetausgabe der Zeitung nicht finden.
Interessant ist es, das Thema und vor allem der Begriff Wende, welcher durchaus treffend für die Ereignisse 1989/90 in der DDR, es ging zurück, in längst überwunden geglaubte Verhältnisse. Heutzutage wird dieser Begriff zum Teil sehr inflationär verwendet und alles mögliche gilt es zu wenden, am populärsten ist wohl gegenwärtig die Energiewende, die Klimawende nicht vergessend. Dabei bedeutet sich zu wenden, eigentlich die Richtung zu wechseln und zurück zu gehen. Also Schluss mit gesellschaftlichen Fortschritt, im voranschreiten, sondern zurück, am besten an die Anfänge, wo verkündeter Weise die Welt noch heil war. Dieses Besinnen auf die Vergangenheit, welche auch für fortschreitende Entwicklung notwendig ist, tritt in einer Gesellschaft allerdings am intensivsten auf, wenn sich die Widersprüche in der Gesellschaft zuspitzen und nach Alternativen gesucht, diese aber das gesellschaftliche System selbst nicht in Frage stellen sollen. Also zurück in die schöne alte Zeit, am besten alles Ritter keiner Knecht, so ging es den Menschen sicher nicht schlecht! Die Geschichte wird zur Hure und muss für alle möglichen Ambitionen herhalten, auch wenn sie dafür erst einmal verfälscht wird.

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Die Qual mit der Wahl, oder wie Wahlergebnisse nun sind …

In der MZ findet sich ein Beitrag, eigentlich mehrere Beiträge zur jüngsten Wahl, es wurde das Europaparlament gewählt und in Sachsen-Anhalt auch die Kommunalparlamente, sowie die Kreistage. Solche Kombinationen machen Sinn, da gelegentlich zur regionalen Wahl mehr Teilnehmer zu erwarten sind, als zu einer Wahl, mit der die Meisten ohnehin nichts am Hut haben, da ihnen schlicht und einfach der Bezug fehlt. Im Vorfeld der Europawahl wurde kräftig die Werbetrommel gerührt, geht es auch darum zumindest eine Scheinlegitimation für das Europaparlament und die Europapolitik zu haben. Und so wurde alles möglich bemüht und da manche Keulen gern geschwungen werden, eine Wahl gegen Nationalismus verkündet, in dem eine neuer EU-Nationalismus bemüht wurde, dass dann allerdings Gruppierungen gewonnen haben, welchen gerade Nationalismus zum Vorwurf gemacht wird, ist durchaus vielsagend. Da hierzulande die AfD gestärkt aus dieser Wahl hervorgegangen ist, allerdings regional sehr unterschiedlich gewählt wurde, überschreibt die MZ ihren Beitrag mit „AfD spaltet das Land …“. Dieser Beitrag wurde auch auf Facebook geteilt, reichlich und kontrovers diskutiert und so habe ich den folgenden Kommentar hinterlassen:
Allein die Überschrift ist schon irreführend, wenn zu lesen ist: „AfD spaltet Land“, das Land ist gespalten, oder wurde nie geeint, oder vereint, die Politik der letzten Jahrzehnte hat es immer gut verstanden Unterschiede zu manifestieren, gelegentlich wurden sogar neue geschaffen und die AFD ist dort am stärksten, wo die sozialen Widersprüche in der Gesellschaft am größten und die Unterschiede zwischen den etablierten Parteien am kleinsten sind. Nein, für die Spaltung kann die AfD nun wirklich nichts, letztlich entpuppt sie sich allerdings als eine CDU 2.0, bestehend aus jenen Kräften, welche von der Merkelpolitik enttäuscht, weil diese ihre Interessen nicht vertritt, sie rekrutiert sich weitestgehend aus der abstürzenden Mittelschicht, welche von der Merkelpolitik nicht partizipieren kann und sich so eine eigene Partei, mit angeworbenen Fußvolk geschaffen hat, ihre Interessen zu vertreten. Und machen wir uns doch nichts vor, viele mittelständische Unternehmen im Osten haben besonders mit den Folgen dieser Politik zu kämpfen, leiden auch unter den Sanktionen, welche nicht nur gegen Russland verhängt wurden, und ihnen die Geschäftsgrundlage zumindest schmälert. … Nein, die AfD hat die Spaltung nicht zu verantworten, sie nutzt diese letztlich nur in ihrem Interesse …

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Wie der Tag der Befreiung der Propaganda gegen den gesellschaftlichen Fortschritt geopfert?

Auf der Facebook-Seite eines Propagandainstitutes zur Aufarbeitung deutscher Geschichte, wurde auch dem Tag der Befreiung gedacht, ein Foto ist zu sehen, welches mit einen Text versehen, der eher den Totalitarismusdoktrinen Rechnung trägt, als der Würdigung der Befreiung vom deutschen Faschismus. Es wird zum Rundumschlag angesetzt, insbesondere was die Entwicklung im Osten Deutschlands betrifft, ohne die Ursachen klar zu benennen, von den treibenden Akteuren, welche die Teilung Deutschlands beförderten, ganz zu schweigen. So gab es Besatzungszonen, wobei es in einer Zone „böse“ Besatzer gab, in den anderen war anscheint alles in Ordnung und so gab es erst eine Währungsreform bei den „lieben“ Besatzern, in deren Folge das einheitliche Wirtschaftsgebiet zerrissen wurde und welche in der Gründung eines westdeutschen Separatstaates mündete, so die politische Teilung des Landes manifestierte. Das in Folge dieser Ereignisse im Osten des Landes ebenfalls ein Staatswesen entstand, war letztlich zwangsläufig auch diesem Vorgehen geschuldet. Aber was ist schon Geschichte, wenn nicht die Hure, welche den verschiedensten Interessen zu dienen hat?
Zum Foto, welches sehr kontrovers kommentiert und diskutiert wird, habe ich folgende Kommentare hinterlassen:

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„Heinrich! Mir grauts vor dir.“

DURCH ZEIT UND RAUM 919 – 2019 von und mit Thomas Loch

Freitag, 10. Mai 2019, 14:00 Uhr – thematische Stadtführung zu Heinrich I.
Samstag, 11. Mai 2019, 14:00 Uhr – thematische Stadtführung zu Heinrich I.
Start am Quedlinburger Rathaus vor dem Roland, Markt 1, 06484 Quedlinburg
„Heinrich! Mir grauts vor dir.“ Im Jahr 2019 ist es 1100 Jahr her, dass Heinrich I. zum ersten nicht fränkisch-stämmigen König des Ostfrankenreichs erhoben wurde. Mit seinem Wirken legten er und später sein Sohn Otto den Grundstein für ein späteres Deutsches Reich. Im Vordergrund der Führung stehen Leben und Wirken Heinrichs I. und die besonderen Bedingungen, welche dazu führten, dass Quedlinburg damals ein bevorzugter Ort für den König war. Es geht aber auch um Vorgeschichte und Folgen des Wirkens Heinrichs. Der Bogen wird weit gespannt, so das Entwicklungen von der Christianisierung der Sachsen, über den Aufstieg der Liudolfinger, welche später auch Ottonen genannt werden, bis in die Gegenwart hinein berücksichtigt werden. Aus der Altstadt in den Stiftbereich, am Finkenherd wird leicht verklärt und in der Krypta der Stiftkirche am Grabe Heinrichs einiges erklärt.
Dauer: ca. 90 – 120 min

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Ein Blog kommt, ein Blog geht, …

Ein Blog kommt, ein Blog geht, wer weiss was alles geschieht, gelegentlich wird etwas neues begonnen, gelegentlich aber auch etwas altes übertragen. Und so werde ich hier aus einem bestehenden Blog Beitrage spiegeln, aber auch neue Beitrage schreiben. Es ist wichtig sich mit den Problemen unserer Zeit auseinanderzusetzen, Widersprüche spitzen sich zu und streben einer Lösung entgegen, ob allerdings angestrebte Lösungen im Interesse der Menschheit sind, ist zumindest zu hinterfragen. Aber nicht nur hinterfragen, Ursachen erkennen, sondern es gilt auch in Frage zu stellen! Da kann es durchaus heikel werden, insbesondere wenn das bestehende gesellschaftliche System in Frage gestellt wird, aber wir werden nicht umhin kommen dieses zu tun, wenn die Menschheit überleben soll.
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Meinungsfreiheit und wie ist es um die Wahrheit bestellt?

Auf Facebook wird ein Beitrag aus der MZ diskutiert, viele Kommentare wurden geschrieben und das Thema ist durchaus interessant. Geht es doch um die oft und viel gepriesene Meinungsfreiheit, welche im Grundgesetz als formales Recht verankert, allerdings nicht ohne Konsequenzen zu haben ist. Nun hat ein ehemaliger Handballprofi sich geäußert und festgestellt, dass es diese so nicht wirklich gibt und wenn die Meinung einem anderen nicht gefällt, welcher Einfluss auf das eigene Sein hat, durchaus mit negativen Konsequenzen für einen selbst verbunden sein kann. Das ist nicht neu und so manch Mensch, welcher sich seines eigenen Verstandes bedient, konnte solches schon erfahren. Zum Beitrag selbst schrieb ich auf Facebook folgenden Kommentar:
Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“ Paul Sethe und dass nennt sich dann Meinungsbildung!

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