Auf Googel gibt es Hinweise, oder …

Auf Googel gibt es Hinweise, oder Empfehlungen zu Beiträgen, welche es wohl wert sein sollen gelesen zu werden. Gelegentlich klicke ich den einen oder anderen Beitrag an und oft führt der Weg zwar zum Beitrag, allerdings kann nur ein geringer Teil gelesen werden, weil zum weiter lesen ein Testballon zu starten ist, welcher nach einer gewissen Zeit in ein Abonnement verwandelt wird, wenn nicht rechtzeitig der Test abgebrochen. Nun ist es so, dass ich ohnehin manch dieser Publikationen nicht lese, oder maximal mal einen Beitrag, was selbst den Testballon überflüssig macht.

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Meinungsfreiheit und wie ist es um die Wahrheit bestellt?

Auf Facebook wird ein Beitrag aus der MZ diskutiert, viele Kommentare wurden geschrieben und das Thema ist durchaus interessant. Geht es doch um die oft und viel gepriesene Meinungsfreiheit, welche im Grundgesetz als formales Recht verankert, allerdings nicht ohne Konsequenzen zu haben ist. Nun hat ein ehemaliger Handballprofi sich geäußert und festgestellt, dass es diese so nicht wirklich gibt und wenn die Meinung einem anderen nicht gefällt, welcher Einfluss auf das eigene Sein hat, durchaus mit negativen Konsequenzen für einen selbst verbunden sein kann. Das ist nicht neu und so manch Mensch, welcher sich seines eigenen Verstandes bedient, konnte solches schon erfahren. Zum Beitrag selbst schrieb ich auf Facebook folgenden Kommentar:
Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“ Paul Sethe und dass nennt sich dann Meinungsbildung!

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Ein Fass ohne Boden läuft aus, …

Einen Kommentar hatte ich geschrieben, um ein Bad zum planschen ist es gegangen, vor Jahren in Thale errichtet, mit viel Jubel, Trubel und vor allen Subventionen. Nun soll der heiße Sommer daran schuld sein, dass dieses hoch subventionierte Bad Verluste erwirtschaftet, in seiner Existenz bedroht ist. Die MZ berichtete mehrmals und zu einem Beitrag in den beschränkten Weites des Netzwerkes Facebook geteilt und diskutiert, hinterließ ich folgenden Kommentar:

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… Theorie wird zur materiellen Gewalt …

Ein interessantes Werk, welches ich auf Grund einer Diskussion mal wieder gelesen habe. Eigentlich ging es um ein Zitat, welches einem anderem Autor zugeschrieben wurde, aber von Marx stammte. Auch ist verblüffend wie aktuell diese Schrift ist, gerade auch darin, was über die Mentalität der Deutschen gesagt wird. Die folgenden Zitate sind aber allgemeinere Aussagen, das Ausschlaggebende Zitat habe ich hervorgehoben:
Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie, Einleitung“
Karl Marx/ Friedrich Engels – Werke. (Karl) Dietz Verlag, Berlin. Band 1. Berlin/DDR. 1976. S. 378-391. und – hier nachzulesen –
– Das Fundament der irreligiösen Kritik ist: Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen.
– Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion ist.
– Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.
–  Es ist also die Aufgabe der Geschichte, nachdem das Jenseits der Wahrheit verschwunden ist, die Wahrheit des Diesseits zu etablieren. Es ist zunächst die Aufgabe der Philosophie, die im Dienste der Geschichte steht, nachdem die Heiligengestalt der menschlichen Selbstentfremdung entlarvt ist, die Selbstentfremdung in ihren unheiligen Gestalten zu entlarven. Die Kritik des Himmels verwandelt sich damit in die Kritik der Erde, die Kritik der Religion in die Kritik des Rechts, die Kritik der Theologie in die Kritik der Politik.
– Die Religion ist nur die illusorische Sonne, die sich um den Menschen bewegt, solange er sich nicht um sich selbst bewegt.
– Mit ihnen im Kampf ist die Kritik keine Leidenschaft des Kopfs, sie ist der Kopf der Leidenschaft. Sie ist kein anatomisches Messer, sie ist eine Waffe. Ihr Gegenstand ist ihr Feind, den sie nicht widerlegen, sondern vernichten will. Denn der Geist jener Zustände ist widerlegt. An und für sich sind sie keine denkwürdigen Objekte, sondern ebenso verächtliche, als verachtete Existenzen. Die Kritik für sich bedarf nicht der Selbstverständigung mit diesem Gegenstand, denn sie ist mit ihm im reinen. Sie gibt sich nicht mehr als Selbstzweck, sondern nur noch als Mittel. Ihr wesentliches Pathos ist die Indignation, ihre wesentliche Arbeit die Denunziation.
– Man muß den wirklichen Druck noch drückender machen, indem man ihm das Bewußtsein des Drucks hinzufügt, die Schmach noch schmachvoller, indem man sie publiziert.
– Die Waffe der Kritik kann allerdings die Kritik der Waffen nicht ersetzen, die materielle Gewalt muß gestürzt werden durch materielle Gewalt, allein auch die Theorie wird zur materiellen Gewalt, sobald sie die Massen ergreift. Die Theorie ist fähig, die Massen zu ergreifen, sobald sie ad hominem |am Menschen| demonstriert, und sie demonstriert ad hominem, sobald sie radikal wird. Radikal sein ist die Sache an der Wurzel fassen. Die Wurzel für den Menschen ist aber der Mensch selbst.
– Sogar das moralische Selbstgefühl der deutschen Mittelklasse beruht nur auf dem Bewußtsein, die allgemeine Repräsentantin von der philisterhaften Mittelmäßigkeit aller übrigen Klassen zu sein.
– Der König, indem er das Volk für sein Privateigentum erklärt, spricht es nur aus, das der Privateigentümer König ist.
– Wie die Philosophie im Proletariat ihre materiellen, so findet das Proletariat in der Philosophie seine geistigen Waffen, …

Infragestellen

Infragestellen heißt zweifeln!

Infragestellen fordert den Beweiß!

Nicht bedingungslose Anerkenntnis einer Aussage, eines Zustandes, eines Wertes, Inhaltes, etc.

Infragestellen bedeutet nachdenken über den Gegenstand der Betrachtung, über die Richtigkeit und Unrichtigkeit einer Aussage, über den Sinn von Werten und ihren Bezug zum gesellschaftlichen Sein! Infragestellen bedeutet die Frage nach Sinn und historischen Bestand zu stellen, Sinn zu hinterfragen, Entwicklung zu erkennen! Infragestellen ist eine Grundvoraussetzung zum Nachdenken über die Welt und „was die Welt, im innersten zusammenhält“*.

Infragestellen bedeutet die Anerkenntnis „…dass die Welt nicht als ein Komplex von fertigen Dingen zu fassen ist, sondern als ein Komplex von Prozessen,…“[1]

Mephistopheles:

„Ich bin der Geist, der stets verneint!

Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,

Ist wert, dass es zugrunde geht;

Drum besser wär´s, dass nichts entstünde.

So ist denn alles, was ihr Sünde,

Zerstörung, kurz, das Böse nennt,

Mein eigentliches Element.“

Goethe, Faust – Der Tragödie erster Teil

1885 Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig

Seite 46 /Studierzimmer

*ebenda Seite 17/18 / Nacht Weiterlesen „Infragestellen“

Regierungslautsprecher, voll aufgedreht – übernommener Beitrag

Bildschirmfoto 2018-12-20 11:46 Uhr

Unter folgendem Text, steht folgende Anmerkung: Anmerkung der Autoren:
Unsere Beiträge stehen zur freien Verfügung. Wir schreiben nicht für Honorar, sondern gegen die „mediale Massenverblödung“ (in memoriam Peter Scholl-Latour). Die Texte werden auf der Seite https://publikumskonferenz.de/blog dokumentiert.“

Und da dieser Beitrag zur freien Verfügung steht und der inhaltlichen Auseinandersetzung zuzustimmen ist, sei er hier wiedergegeben.

Regierungslautsprecher, voll aufgedreht

Die Tagesschau berichtet über die Straßburger Schießereien ohne jede Distanz und stellt keine einzige kritische Frage
Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam
(Erstveröffentlichung am 16.12.2018 auf publikumskonferenz.de)
Was ein rechter Staatsfunk ist, zeigt die ARD-aktuell-Redaktion einmal mehr, inhaltlich und sprachlich, in ihrem Bericht über die Straßburger Tragödie: Der (mutmaßliche) Mörder ist tot / Die Ordnung ist wiederhergestellt / Der Weihnachtsmarkt hat wieder geöffnet / Jetzt aber Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen! – Nicht die Spur kritischer Distanz. Blankes Nachbeten der behördlichen Darstellung. Verzicht auf Nachdenken und eigenständige Prüfung. Politischen Kontext des Geschehens ignorierend. Journalistische Grundsätze missachtend, zu denen auch der Respekt vor rechtsstaatlichen Prinzipien gehört. Im vorliegenden Fall: Die grundsätzliche Pflicht zur Unschuldsvermutung im Hinblick auf den „mutmaßlichen“ Attentäter.
Was fordert die Europäische Menschenrechtskonvention?

Jedermann hat solange als unschuldig zu gelten, bis in einem allgemeinen, gesetzlich bestimmten Verfahren rechtskräftig seine Schuld festgestellt wurde.“ (1)

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Ein Gedicht zum Blog!

Kuhkaff oder Kucaf?

Die Kuh im Kaff nicht umher geht,

Die Kunst im Cafe,

ist´s worum es geht,

nicht nur in Quedlinburg allein,

es kann die Welt,

der Spielplatz sein!

Doch ist Geschichte so gewesen,

von etwas über 1000 Jahren,

auch Grosspursucht,

auch Weihestätte,

was Quedlinburg,

erspart sich hätte, …

zumindest doch im Nachhinein,

was da mal war,

sollt so nicht sein!

Doch ist gewesen,

in der Zeit,

des deutschen Wesens,

nicht Gemütlichkeit,

an welchen sollte eine Welt genesen!

Doch so ohne Trümmerschein,

in Quedlinburg,

Geschichte kann lebendig sein!

Da hilft es kaum,

den Lurch zu schlagen,

oder war`s der Molch,

mit seinem Dolch,

der keulte hier den Sittenstrolch?

Die Kuh,

die Kunst,

oder Kultur,

so mancher Orten,

ganz verwegen,

geschichtlich tat sich viel bewegen!

Das Kaff war lange schon erfunden,

gar jung hingegen Cafe – runden.

Ein Sachsen Heinrich einst hier herrschte,

Ostfrankenland der Abspaltung anheim gefallen,

und später Bürger sich hier werten,

vor Luther sperrte man sie ein!

In Mauern,

wie sie heute noch zu sehen,

und manch Touristen Herz erfreuen!

Die Mauer einst dem Schutze diente,

sie wurde zur Fessel manchen Seins!

Lenin ist hier nie gewesen,

so trieb sein Geist sich hier herum,

und Rosa hatte hier gelesen,

das war um 1900 rum.

Zum Luther gibt es Bezüge,

doch trieb er sich woanders rum,

und als die Bauern Macht bekriegten,

so manchen Landesherrn besiegten,

ging auch so manches Kloster ein!

Es schrie,

der große Reformator,

man soll sie Keulen,

die Bäuerlein!

Wollt er doch nur,

die kleinbürgerliche Seele,

aus mittelalterlichem Mief befreien,

und nicht geplagte Bäuerlein!

So sind die Spuren,

der Geschichte,

erhalten hier in viel Gestein,

die Hure selbst,

läst sich gebrauchen,

verklärt nicht nur den Sonnenschein,

die Sonne,

wie sie einst geschienen,

in kurzer Zeit,

sollt nicht mehr sein,

doch sind es gerade des Menschen Spuren,

die graben tief im Stein sich ein!

Neue Spuren sind im entstehen,

im kleinen Kaff,

mit seinem Mief,

Kultur wird ihrer Wege gehen,

was immer sie auch ist,

sie braucht den Menschen,

um zu bestehen,

weil sie ein Ding der Menschen ist!

Im Cafe sitzend,

Gemütlichkeit und Ruhe,

so den Kleingeist zu bezwingen,

hat es ihm doch nur aufgeputscht.

Besser ist,

ich gebe jetzt ruhe,

sonst die Zeit zu schnell entwischt!

… was soll hier nachhaltig sein, die Armut?

Das Thema selbst hatte ich hier schon einmal aufgegriffen, auch der ursächliche Kommentar des folgenden Diskussionsstrangs war dort schon Gegenstand der Betrachtung. Letztlich ist auch der Verlauf der Diskussion interessant, wobei ich noch nicht sagen kann, ob diese Diskussion nun schon zu Ende ist, oder ob es noch eine Erwiderung auf meinen letzten Beitrag gibt. Die Namen der Diskutanten werde ich allerdings verfremden, nur die Anfangsbuchstaben stehen lassen.
A. S. Sind die Beweggründe der Spender nicht auch egal? Solche Kommentare jedenfalls helfen den Bedürftigen absolut nicht und sie sind gerade vor Weihnachten sehr dankbar für diese Tafel-Tüten Aktion!! Und ich kann bestätigen, dass wirklich jede Tüte auch bei der Tafel ankommt.
Zudem spendet REWE, im Gegensatz zu anderen Märkten, auch täglich alle noch genießbaren Lebensmittel an die Tafeln.
T. L. Ist es nicht schlimm, das die Menschen dankbar sein müssen, wenn sie Almosen empfangen dürfen? Übrigens geht es nicht um die Spenden, es geht um die Almosen und das Menschen sich in einer Lage befinden, von Almosen leben zu müssen. Die Almosen verschaffen Linderung, allerdings das Problem wird dadurch nicht gelöst, eher ist zu verzeichnen, dass trotz oft und gern verkündeten Aufschwungs immer mehr Menschen von Almosen abhängig sind, die Schlangen an den Tafeln länger werden. … Es geht nicht darum gegen Almosen zu sein, sondern gegen die Zustände, welche Menschen zu Almosenempfängern werden lassen.
J. B. @ A. S., ich weis einen konkreten Fall bei dem rewe den Vertrag mit Abnehmern gekündigt hat und wenn sie auch einen Teil für die Tafeln geben, ist es immer noch zu wenig. Pro Woche einen Rollcontainer voll Lebensmittel wegwerfen ist einer zuviel!

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Ideologie:

System der gesellschaftlichen (politischen, ökonomischen, philosophischen, künstlerischen, religiösen usw.) Ideen, die durch die materiellen Verhältnisse der Gesellschaft, insbesondere die Produktionsverhältnisse, bedingte Klasseninteressen zum Ausdruck bringen und darauf gerichtet sind, das Denken, Fühlen und Handeln der Menschen entsprechend zu beeinflussen, und in entsprechenden Verhaltensnormen, Einstellungen und Wertungen ihren Ausdruck finden. Die Ideologie trägt Klassencharakter. >>Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche die herrschenden Gedanken, d. h. die Klasse, welche die herrschende materielle Macht der Gesellschaft ist, ist zugleich ihre herrschende Geistige Macht. << (MEW, 3, S. 46) Die Ideologie einer Klasse ist nach Inhalt und Form durch ihre Stellung in einer historisch bestimmten Gesellschaft – vor allem durch ihr Verhältnis zum Eigentum an den Produktionsmitteln – bedingt. Allgemein gilt, dass alle vorsozialistischen Ideologien nur in gewissen Grenzen – die der Klassenpolitik entsprechen – eine richtige Widerspiegelung der objektiven gesellschaftlichen Verhältnisse sind und zugleich mit Elementen der Verzerrung, der Illusionierung und der apologetischen Rechtfertigung dieser Verhältnisse verbunden sind. In der Ideologie der aufstrebenden Bourgeoisie wird beispielsweise ihr eigenes Klasseninteresse als Interesse der gesamten Gesellschaft ausgegeben: Die Verwirklichung ihrer Klassenziele erscheint als Realisierung der Interessen aller unterdrückten Klassen und Schichten. In dem Maße, wie die zur Herrschaft gelangte Ausbeuterklasse zum Hemmnis weiterer gesellschaftlicher Entwicklungen wird, dient die Ideologie dazu, ihre überlebte Herrschaft zu verteidigen, indem sie die sich herausbildende Ideologie der unterdrückten und ausgebeuteten Klasse bekämpft und die bestehenden Verhältnisse als ewig und unveränderlich erklärt. Die Ideologie der Arbeiterklasse ist zum Unterschied von allen anderen Ideologien wissenschaftlich begründet und eine Anleitung zum praktischen-revolutionären Handeln. Sie bringt in theoretischer Form die historischen Aufgabe der Arbeiterklasse zum Ausdruck: die kapitalistische Gesellschaft und damit die antagonistische Klassengesellschaft überhaupt zu beseitigen und den Sozialismus und Kommunismus, d. h. die klassenlose Gesellschaft, zu errichten. Die Arbeiterklasse kann diese Aufgabe nur erfüllen, wenn sie über die wissenschaftliche Erkenntnis der gesellschaftlichen Bewegungs- und Entwicklungsgesetze verfügt, durch ihre revolutionäre Partei organisiert und geführt wird und das breiteste Bündnis mit allen anderen Werktätigen und Ausgebeuteten schafft.

Die Erfahrungen dieses Kampfes (Klassenkampfes) bestätigen Lenins Feststellung: >>… bürgerliche oder sozialistische Ideologie. Ein Mittelding gibt es nicht … Darum bedeutet jede Herabminderung der sozialistischen Ideologie, jedes Abschwenken von ihr zugleich eine Stärkung des bürgerlichen Ideologie <<<. (LW 5, S. 396)  

Metaphysische Kreisläufe – Dialektische Spirale

Wie so oft geht es ums Rechts-Linksschema und manche Gesellschaftskritik wird in diesem Schema hin und hergeschoben, wobei es dazu kommt, dass aus einen Linken schon mal ein Rechter gemacht wird, seltener auch umgekehrt. Ich selber lehne diese einfachen Schemen ab, unter anderem weil es nicht einfach ist, diese Kategorien klar zu definieren. Zu einem Beitrag auf Facebook habe ich folgenden Kommentar mit Gedicht geschrieben:
Das ist nun mal so, mit dem Rechts-Linksschema, es ist metaphysisch und dreht sich somit im Kreis und wenn du losgegangen, dann wirst Du ans Ziel gelangen, … rechtsherum oder linksherum, die Richtung ist in jedem Fall egal. Doch ist dem so, in Schein und Spiegel? 

 

Die Meinung ist frei und eine Ware,
sie ist handelbar und verhandelbar,
wird geschaffen um konsumiert zu werden,
allein einen Wahrheitsanspruch gibt es nicht,
der wäre letztlich nicht handelbar,
auch nicht wandelbar
und was nicht wandelbar,
da nicht handelbar,
ist zwar wahr,
nur nicht frei,
auch wenn die Wahrheit
das Wesen der Freiheit nicht nur sei,
sondern ist …
was für ein Mist …!
.
Und so wird im Kreis gelaufen,
bis der Kreislauf kollabiert
und reanimiert wird aufgerichtet,
mit viel Loben,
wieder auf die Kreisbahn geschoben …,
die Nebensache,
ist die Hauptsache,
sie hat im Kreislauf zu überholen,
allerdings wenn sie an der Spitze läuft,
läuft sie letztlich wieder hinterher,
wer kann in diesem Kreise noch erkennen,
wer kann wirklich noch benennen,
was ist wichtig,
was ist nichtig,
was ist falsch
und was ist richtig,
was ist Meinung,
was ist Wahrheit,
was ist vorne,
was ist hinten,
von Vornherein wird so im Nachhinein,
… verwirrend soll das Leben sein,
metaphysisch sich entwickeln!
.
In der Bewegung immer schneller,
geht es um den Rand des Tellers,
über den so niemand schaut,
weil es vor der Mitte graut,
so im Nebel ganz verschwommen
und vom Kreislauf ganz benommen,
taumeln die Menschen immer weiter
und müssen irgendwann erkennen,
das vorne doch nicht hinten ist
und so oft sie auch im Kreise laufen,
der Ausgangspunkt wird nie erreicht,
eher rückt er nach und nach in weite Ferne,
gelegentlich ist er zu sehen,
in der scheinbaren Kreisbewegung,
beim nach unten sehen,
doch die Bewegung führt nach oben,
die Negation der Negationen,
die Quantität bringt neue Qualität hervor,
und umgekehrt,
in Kampf und Einheit der Gegensätze,
… das Maß ist voll,
… irgendwann,
nur wann?
.
Wohl dem der erkennen kann,
den Widerspruch als Wesen der Bewegung,
auch der polare Gegensatz hat seinen Platz,
der antagonistische Klassengegensatz,
und seine Pole,
spielen so auch noch eine Rolle,
Empirisches und Theoretisches,
wissenschaftliches Erkennen,
und künstliche Intelligenz!?
Das Aufsteigen vom Abstrakten,
zum Konkreten, …
ach was soll es, 
… die Menschen neigen eher zum Knien,
und zum betten!