Wir leben in einer Zeit sich zuspitzender Widersprüche, Krisen erschüttern in immer kürzeren Abständen, mit immer größerer Wucht unsere Gesellschaft. Wir leben in einer Zeit, wo nicht nur mit dem Säbel gerasselt wird, sondern Kriege geführt und ausgeweitet werden. Wir leben in einer Zeit, in welchen die Meinung hauptsächlich von weitestgehend gleich geschalteten Massenmedien diktiert wird. Eine andere Welt ist nicht nur nötig, sie ist auch möglich!
Die westlichen Medien frohlocken, in Syrien wurde der Präsident, welcher nach westlicher Lesart ein Diktator, verjagt und die Hauptstadt erobert. Hierzulande wird schon mit der Rückführung der vielen Flüchtlinge spekuliert, welche zum Aufbau ihres Landes gebraucht werden. Endlich Friede, Freude und Eierkuchen für alle in Syrien?
Zu einem Zitat im ach so sozialem Netz habe ich folgenden Kommentar geschrieben:
Allerdings gut und böse, was wenn das Böse sich als das Gute offenbart und das Gute letztendlich böse? Thomas Mann hatte einen klaren Standpunkt, heute haben wir Medien.
Nun wurde gewählt, in Thüringen und Sachsen, die Medien berichten, urteilen, dichten und orakeln, was könnte sein, was wird sein, was ist …, was für ein Mist. Viel habe ich nicht vernommen, nur das die Ergebnisse nicht so beglückend, denn es haben gewonnen, Partien, welche von den alten Parteien nicht gern willkommen.
Im Radio war zu hören, mehr zufällig als gewollt, dass in Sachsen das Wahlergebnis korrigiert wurde, zu Gunsten der SPD und der Grünen, also zweier eindeutig rechter Parteien und zu Ungunsten der AfD einer Mitte-Rechts-Partei, welche durch diesen Akt der Korrektur keine Sperrminorität im Parlament haben wird. Also die anderen Parteien, so sie sich denn einig, …, ach was die nicht alles könnten, wenn sie den wollten.
Trie, Tra, Trallala, die Teelichthalter sind wieder da …
Sie beten für den Frieden und haben den Krieg im Sinn. Sie “singen für die Demokratie” und folgen ihren Vorsängern in die Diktatur. Sie propagieren “nie wieder ist jetzt” * und hetzen gegen Andersdenkende. Sie lassen sich führen, indem sie sich verführen lassen und mit der Kerze in der Hand im festen Glauben die Ketzer hassen.
Am 05.03.2024 ist in der MZ auf Seite 13 zu lesen, dass Menschen sich versammelten, 100 sollen es gewesen sein, um für die Demokratie zu singen. Das Motto ist nicht Soli Deo Gloria, auch wenn die Teilnehmer den Vorgaben ihrer Herren folgen, sondern “Nie wieder ist jetzt! Singen für unsere Demokratie„. Was allerdings für eine Demokratie gemeint ist, außer das es “unsere” sein soll, ist nicht zu erfahren. Nur als vor Jahren mittels Politik der Pandemie die bürgerliche Demokratie in unserem Land extrem geschleift wurde, haben die Singenden wahrscheinlich nicht wahrgenommen, oder gar ein anderes Lied gesungen und jene verurteilt, welche für den Erhalt demokratischer Rechte auf die Straße gegangen.
Am 17.01.2024 landete folgendes E-Mail im Postkasten und auch wenn es schon einige Tage her ist, ist der angehängte Text nach wie vor aktuell. Allgemein werden Anschreiben nicht veröffentlicht, allerdings wir hier eine Ausnahme, welche ja bekanntlich die Regel nur bestätigt. Unter dem Anschreiben findet sich der als Anhang mitgelieferte Text, der Autor ist dem Anschreiben zu entnehmen.
„Guten Abend
Die Verunglimpfung als Taktik gegen die Proteste der Landwirte ist nach hinten losgegangen. Die Regierungsparteien suchen nun das Gespräch mit ihnen. Es wird sich zeigen, welche Vorschläge kommen, wie weit die Bauern darauf eingehen werden und welche Auswirkungen das auf die gesamte Bewegung hat.
Mit der Bitte um Weitergabe an sonstige Interessierte. Eine Veröffentlichung über andere Medien ist ausdrücklich erwünscht unter Angabe der Quelle. Eventuelle Doppelsendungen bitte ich zu entschuldigen.
Änderungen im Text bedürfen meiner Zustimmung. Dasselbe gilt für Medien, die sich nicht über Spenden finanzieren sondern über Verkäufe in Form von Abos, Heftpreisen, Werbung oder ähnliche Verkaufsstrukturen.
Sollten Daten überholt sein, steht es jedem frei, diese anzupassen.
Und wieder geht es um eine Partei, welche noch zu gründen ist und deren Ikone, also sozusagen um ungelegte Eier. Was wird die Aufgabe dieser Partei sein, wird sie uns befreien, oder soll es nur eine gut gemachte Täuschung sein, um zu erhalten, was eigentlich nicht mehr zu erhalten ist? Ein interessanter Text findet sich im a … so sozialem Netz, welcher diskutiert und kommentiert und zu einem Kommentar wurde folgender Kommentar geschrieben:
… ja, der Zweifel ist die Kraft, die treibt, Erkenntnis soll er bringen. Rettet den Kapitalismus, rettet den bürgerlichen Parlamentarismus, die eigentliche Losung. Es wird viel diskutiert, über die Partei, welche noch nicht entstanden ist, im wahren, wie im medialen, aber auch virtuellen Leben, das ist nicht nur gewollt, das ist sogar notwendig. Sie ist ein Rettungsring, welcher vom sinkenden Schiff geworfen wird, an welchen sich hoffnungsvoll ertrinkende klammern sollen, bevor sie auf die Idee kommen, selbst zu schwimmen und sich vom sinkenden Schiff zu entfernen, dem sich nähernden Ufer annähern.
Gendern, ein Thema für sich und die neuen Wege, welche Sachsen-Anhalt geht. In den Schulen soll es nicht praktiziert werden, es ist das Streben normal zu sprechen. Dagegen gibt es auch Widerstand, ein harter Kern möchte mit Sternchen und anderen Krücken schreiben, nur was wird davon einmal übrig bleiben?
Auf Facebook wurde ein Text verlinkt, welcher am ursprüngliche Ort allerdings nicht komplett zu lesen ist, trotzdem zum diskutieren und kommentieren animierte:
Es ist ein Thema, ein ständig wiederkehrendes Thema, womit die Menschen belastet werden, was allerdings die meisten Menschen in ihrer Praxis maximal tangiert. Dass es gegen diese Entscheidung Widerspruch geben wird, war abzusehen, es gibt immerhin einen harten Kern, welcher jeden Blödsinn verteidigt. Es ist aber auch ein Thema, welches von den eigentlichen Problemen der Menschen ablenken soll, sie auf einen falschen Pfad zu locken, letztlich allerdings nur Ausdruck für den gesellschaftlichen Niedergang, wie er gegenwärtig in diesem Land praktiziert wird.
Eine etwas andere Stadtführung, durch Zeit und Raum! Goethe, Lessing und Homer, keinen trieb es wirklich her, Klopstock ist nicht hier geblieben, andere hat´s nicht weggetrieben, kamen hinzu, blieben hier und haben manches aufgeschrieben. Gelegentlich in eines Hauses Balken, doch öfter noch auf Pergament, Papier, manches auch in Stein gehauen, kann Mensch heute noch drauf schauen. Gedankenschwer geritzt in dicke Balken und so manches dünne Brett wurde gebohrt, Gedanken zu erhalten.
Um zu entfalten, fliegt der Lyrik Vogel weg, setzt sich Poesie gestaltend auf so mach historisch Fleck, nimmt Heinrich gar den Grund für seinen Beinahmen weg und drückt ins Holz den Drudenfuß, dem Einhorne zum Gruß, des Teufels Sorgen zu verwalten. „Wer wird nicht einen Klopstock loben? Doch wird ihn jeder lesen? Nein! Wir wollen weniger erhoben und fleißiger gelesen sein.“ (Gotthold Ephraim Lessing)
Heute (26.04.2023) wird in der MZ berichtet, das Biden noch mal antritt, auf Seite eins zu lesen, „Biden will im Weißen Haus bleiben“ ist ein Beitrag auf Seite fünf überschrieben, dessen letzter Absatz „Trump kandidiert auch“ betitelt. Dem nicht genug, gibt es auf Seite acht noch einen Kommentar zum Thema und eine Karikatur, welche ich allerdings in dem mir vorliegenden Exemplar der Zeitung mit Kritzeleien versehen.