In der MZ, im regionalen Teil, also hier im Quedlinburger HarzBoten, findet sich in der Wochenendausgabe das Wort zum Sonntag, überschrieben mit “Gedanken zum Tag”. Da diese Gedanken in der Regel von Geistlichen, oder anderen Kirchenbediensteten geschrieben und sich je nach dem aufs alte, oder neue Testament berufen wird, doch eher ein gedankliches Werk zum Zwecke der Missionierung ist, dient es letztlich dem erhalt der bestehenden Verhältnisse, in dem die Menschen moralisierend mit dem Mantra (magische Formel) der Erbsünde überhäuft. Das in diesem Zusammenhang der einer jeden Religion innewohnende Irrationalismus mehr, oder weniger praktiziert, sollte eigentlich nicht verwundern, insbesondere wenn belehrender weise sentimental an das Gewissen der Menschen appelliert, zum Glaube aufgerufen, auch in dem Äpfel mit Birnen verglichen werden. Das gelegentlich nicht einmal davor zurückgeschreckt wird, Himbeeren mit Tollkirschen zu vergleichen, ist den aktuellen Gedanken zum Tag (3./4.07.2021) zu entnehmen.
Überschrieben ist dieser mit “Umgang mit Fehlern”, allerdings ist ein Fehler nicht gleich ein Fehler, wenn es um die Wirkung des Fehlers geht. Somit ist ein konkreter Fehler, welcher erhebliche Folgen für sehr viele Menschen hat, genausowenig mit einem konkreten Fehler welcher für andere Menschen unbedeutend, weil ohne, oder nur mit sehr geringen Folgen verbunden, wie der berühmte und erwähnte Balken im eigenen Auge, mit dem Splitter im Auge des anderen, nicht vergleich. Es sei denn und so im Text praktiziert, es handelt sich um einen herrschaftlichen, also göttlichen Balken im Auge des anderen, welcher gefälligst als Splitter zu sehen ist und keiner Kritik unterworfen werden darf, sonder das Brett vor dem eigenen Kopf verlangt. (Am Balken im eigenen Auge könnte Mensch unter Umständen mit dem anderen Auge vorbeischauen und so doch noch zur Erkenntnis gelangen.)
Weiterlesen „Ist ein Fehler gleich ein Fehler, oder gibt es Folgen bedingte Unterschiede?“









