Kategorie: Begriffe
Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich, …
Auf der Facebookseite der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, ein landeseigenes Propagandainstitut, fand ich einen Beitrag verlinkt, welcher sich mit der Kritik eines Landesbischofs an einen “DDR Vergleich zu Religionsfreiheit”, im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Viruskrise beschäftigt, welcher nach Aussagen des Landesbischofs daneben sei.
Nun ist mir ein solcher Vergleich noch nicht zu Ohren gekommen, allerdings durchaus verständlich, wird doch heutzutage gern verglichen, ob es passt oder nicht, ein Vergleich lohnt sich immer, unterstellt er doch zumindest einen Schimmer Alternative, zu hinterfragen bleibt allerdings der Sinn und festzustellen, wer, in welchem Zusammenhang und in wessen Interesse einen solchen Vergleich angestellt. Das Thema Religionsfreiheit ist sicher interessant, allerdings in Verbindung mit der gegenwärtigen Viruskrise, welche taugt die aktuelle Wirtschaftskrise zu verschleiern und dazu noch eine Krise der herrschenden Politik in diesem Land offenbart, zumindest fragwürdig.
Über die Rolle und Bedeutung der Kirchen im Staat, einst und heute und überhaupt, auch im Zusammenhang mit den gegenwärtigen Krisen, nachzudenken macht Sinn. Insbesondere weil auch innerhalb der Religionsgemeinschaften die Standpunkte zur gegenwärtigen gesellschaftlichen Situation sehr verschieden sind.
Und so schrieb ich zum Beitrag folgenden Kommentar, wobei der Text zwischen den Sternchen* im Kommentar nicht veröffentlicht: Weiterlesen „Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich, …“
Metaphysische Kreisläufe, Gegensätze und Abkürzungen im politischen Dogmatismus…
Im Netzwerk mit ungerechtfertigt sozialem Anspruch wurde ein Beitrag aus der Jungen Welt geteilt und kommentiert, nach dem ich den Beitrag gelesen, schrieb ich folgenden Kommentar:
Querfront, quer zu was, quer von was? Es sind die philosophischen Grundlagen gesellschaftlicher Betrachtungsweise, welche derlei Phantasienen zumindest begünstigt. Was vom Standpunkt des dialektisch, historischen Materialismus zu betrachten wäre, zumindest wenn manch Anspruch erhoben, verlässt das Karussell metaphysischer Betrachtungsweise nicht, anstelle der deutschen Faschisten ist das Nazipack besiegt worden und der allgegenwärtige Gegensatz von Links und Rechts hat es zu richten. Nur wo ist links und wo ist rechts, auf der metaphysischen Kreisbahn? Und wenn der Kreis eine Scheibe ist, könnte rechts und links, vorausgesetzt es handelt sich um zwei Punkte im antipoden Weltbild, mittels einer Geraden verbunden werden, und das ist dann die Querfront? Nun ja, als ob mit Begriffen wie rechts und links etwas zu spalten wäre, dialektisch betrachtet bilden sie eine Einheit und sind rechts und links als Stützen des Throns zu finden, beständig bestrebt die Zuneigung ihres Herren zu erheischen. Weiterlesen „Metaphysische Kreisläufe, Gegensätze und Abkürzungen im politischen Dogmatismus…“
Zwei, drei Gedanken zur Empathie.
… wenn Geschichte orakelt und gedichtet …
Einen alten Schmierzettel gefunden, einige der Texte wurden im Blog veröffentlicht, vieles allerdings nicht, in der Regel handelt es sich dabei um Kommentare, welche zu Beiträgen an anderer Stelle hinterlassen wurden. Die Themen sind verschieden und ihre Aktualität gegeben, wie es gebraucht wird und welche Sau es gerade gilt durchs Dorf zu treiben, Ablenkung ist angebracht, besonders wenn offizielle Institutionen zum Sturm blasen und mit vermeidlicher Aufklärung winken. Aufklärer sind schnell zur Stelle, gibt es doch für jedes Thema Spezialisten und Experten, besonders für Themen welche sich gut prostituieren lassen, in dem ihnen Dominas zugesprochen. So als Peitsche geführt und mit Knall erschreckt, manch Monster erst zum Leben erweckt! Eine solche Peitsche ist der Antisemitismus, in der Handhabung geübt, kreist sie über den Köpfen, gelegentliche schwunghaftes abbremsen und zurückziehen erzeugt so manchen Knall. Die Menschen so erschreckt, wird Angst vor der Peitsche erweckt, keiner möchte getroffen werden, die Spuren eines Treffers kommen einem Kainsmal gleich, es wirkt mystifizierend und eigentlicher Aufklärung wird der Zugang verwehrt.
Und so gibt es Veranstaltungen, über welche berichtet, insbesondere wenn Geschichte orakelt und gedichtet, also etwas umgeschichtet berichtet. Zu solch einem Beitrag schrieb ich folgenden Kommentar: Weiterlesen „… wenn Geschichte orakelt und gedichtet …“
Umgang mit Faschismus und Faschismustheorie!
Ideologie:
System der gesellschaftlichen (politischen, ökonomischen, philosophischen, künstlerischen, religiösen usw.) Ideen, die durch die materiellen Verhältnisse der Gesellschaft, insbesondere die Produktionsverhältnisse, bedingte Klasseninteressen zum Ausdruck bringen und darauf gerichtet sind, das Denken, Fühlen und Handeln der Menschen entsprechend zu beeinflussen, und in entsprechenden Verhaltensnormen, Einstellungen und Wertungen ihren Ausdruck finden. Die Ideologie trägt Klassencharakter. >>Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche die herrschenden Gedanken, d. h. die Klasse, welche die herrschende materielle Macht der Gesellschaft ist, ist zugleich ihre herrschende Geistige Macht. << (MEW, 3, S. 46) Die Ideologie einer Klasse ist nach Inhalt und Form durch ihre Stellung in einer historisch bestimmten Gesellschaft – vor allem durch ihr Verhältnis zum Eigentum an den Produktionsmitteln – bedingt. Allgemein gilt, dass alle vorsozialistischen Ideologien nur in gewissen Grenzen – die der Klassenpolitik entsprechen – eine richtige Widerspiegelung der objektiven gesellschaftlichen Verhältnisse sind und zugleich mit Elementen der Verzerrung, der Illusionierung und der apologetischen Rechtfertigung dieser Verhältnisse verbunden sind. In der Ideologie der aufstrebenden Bourgeoisie wird beispielsweise ihr eigenes Klasseninteresse als Interesse der gesamten Gesellschaft ausgegeben: Die Verwirklichung ihrer Klassenziele erscheint als Realisierung der Interessen aller unterdrückten Klassen und Schichten. In dem Maße, wie die zur Herrschaft gelangte Ausbeuterklasse zum Hemmnis weiterer gesellschaftlicher Entwicklungen wird, dient die Ideologie dazu, ihre überlebte Herrschaft zu verteidigen, indem sie die sich herausbildende Ideologie der unterdrückten und ausgebeuteten Klasse bekämpft und die bestehenden Verhältnisse als ewig und unveränderlich erklärt. Die Ideologie der Arbeiterklasse ist zum Unterschied von allen anderen Ideologien wissenschaftlich begründet und eine Anleitung zum praktischen-revolutionären Handeln. Sie bringt in theoretischer Form die historischen Aufgabe der Arbeiterklasse zum Ausdruck: die kapitalistische Gesellschaft und damit die antagonistische Klassengesellschaft überhaupt zu beseitigen und den Sozialismus und Kommunismus, d. h. die klassenlose Gesellschaft, zu errichten. Die Arbeiterklasse kann diese Aufgabe nur erfüllen, wenn sie über die wissenschaftliche Erkenntnis der gesellschaftlichen Bewegungs- und Entwicklungsgesetze verfügt, durch ihre revolutionäre Partei organisiert und geführt wird und das breiteste Bündnis mit allen anderen Werktätigen und Ausgebeuteten schafft.
Die Erfahrungen dieses Kampfes (Klassenkampfes) bestätigen Lenins Feststellung: >>… bürgerliche oder sozialistische Ideologie. Ein Mittelding gibt es nicht … Darum bedeutet jede Herabminderung der sozialistischen Ideologie, jedes Abschwenken von ihr zugleich eine Stärkung des bürgerlichen Ideologie <<<. (LW 5, S. 396)






