„Die lahme Dame Demokratie“

„Die lahme Dame Demokratie“ 

Sie ist die Hure,
welche vom Glück beschienen,
sie hat dem Glück zu dienen,
in dem Bedürfnisse befriedigt,
Interessen abgedeckt,
sie wird gelobt,
sie wird verachtet,
je nachdem wie sie betrachtet!

Sie hat dem Zwecke so zu dienen,
wie ihr Freier es verlangt,
und wofür ihr Zuhälter sie schickt,
dafür wird sie belohnt,
bewahrt ihr Schicksal,
am Fuße des Throns zu dienen.

Doch will die Hure ihm nicht dienen,
weil sie einen anderen Freier hat,
welcher die Dienste ihr wird lohnen,
muß dulden sie in Schmach und Schande,
spottenderweis wird sie verlacht,
entpuppt sich so die Liebesbande,
sie ist die oft geschmäht, gelobte Hure,
welche immer nur einen Freier hat!

Quedlinburger Befindlichkeiten, oder Besonderheiten, wie auch immer, geht es noch schlimmer?

Quedlinburger Trivialitäten

 

Bildschirmfoto 2019-12-04 21:04 Uhr
Sicher, schlimmer geht es immer, aber am Markt tobte mal wieder …, was tobte da eigentlich, … ach ja, es tobte sich der Quedlinburger Kleingeist aus und zeugt so von der Größe der Stadt!
Zwei Informationen streiten sich, … eigentlich nicht, Informationen können sich nicht streiten, selbst wenn sie gegensätzlich sind, zum streiten braucht es den Menschen und wie so etwas gehen kann, ist auf zwei kurzen Videos im asozialem Netz zu sehen, welche oft geteilt, an den verschiedensten Stellen diskutiert und viel Kopfschütteln auslösten. Eine Stadträtin hat diese kurzen Videos veröffentlicht und damit für reichlich Diskussion gesorgt. Das dabei zwei verschiedene Themen mit einander verknüpft werden, sei hier nur nebenbei bemerkt, hauptsächlich ist es wohl um ein Schild gegangen, welches vermeidlicherweise etwas weit auf dem Marktplatz stand und nun entfernt werden sollte. Jedenfalls vermitteln die Videos einen solchen Eindruck. Dem Verantwortlichen für das Schild hat es nicht gefallen und nicht nur Verbal kämpft er gegen die Wegnahme. Um das Schild gibt es ein regelrechtes Gerangel, welches verbal begleitet.

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Fortschritt?

Folgendes Gedicht habe ich um 2005 geschrieben, damals wurde ein Teil einer Umgehungsstraße fertig gestellt und diese neue Straße führte eben, mit sanften Kurven, durch eine eigentlich unebene Landschaft. Ja der Fortschritt und so war das nicht die letzte Straße welche neu gebaut und Landschaft zerschnitten, sondern es werden nach wie vor neue Straße durch die Landschaft gezogen, weitere Flächen versiegelt, in erster Linie um weitestgehend einen ungehinderten Warenstrom zu gewährleisten, egal ob sich dabei um Waren in Form von Fertig-, oder Halbfertigprodukten, oder auch um die Ware Arbeitskraft, welche ihr Träger als Pendler durch die Landschaft transportiert!

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Ein Gedicht zum Blog!

Kuhkaff oder Kucaf?

Die Kuh im Kaff nicht umher geht,

Die Kunst im Cafe,

ist´s worum es geht,

nicht nur in Quedlinburg allein,

es kann die Welt,

der Spielplatz sein!

Doch ist Geschichte so gewesen,

von etwas über 1000 Jahren,

auch Grosspursucht,

auch Weihestätte,

was Quedlinburg,

erspart sich hätte, …

zumindest doch im Nachhinein,

was da mal war,

sollt so nicht sein!

Doch ist gewesen,

in der Zeit,

des deutschen Wesens,

nicht Gemütlichkeit,

an welchen sollte eine Welt genesen!

Doch so ohne Trümmerschein,

in Quedlinburg,

Geschichte kann lebendig sein!

Da hilft es kaum,

den Lurch zu schlagen,

oder war`s der Molch,

mit seinem Dolch,

der keulte hier den Sittenstrolch?

Die Kuh,

die Kunst,

oder Kultur,

so mancher Orten,

ganz verwegen,

geschichtlich tat sich viel bewegen!

Das Kaff war lange schon erfunden,

gar jung hingegen Cafe – runden.

Ein Sachsen Heinrich einst hier herrschte,

Ostfrankenland der Abspaltung anheim gefallen,

und später Bürger sich hier werten,

vor Luther sperrte man sie ein!

In Mauern,

wie sie heute noch zu sehen,

und manch Touristen Herz erfreuen!

Die Mauer einst dem Schutze diente,

sie wurde zur Fessel manchen Seins!

Lenin ist hier nie gewesen,

so trieb sein Geist sich hier herum,

und Rosa hatte hier gelesen,

das war um 1900 rum.

Zum Luther gibt es Bezüge,

doch trieb er sich woanders rum,

und als die Bauern Macht bekriegten,

so manchen Landesherrn besiegten,

ging auch so manches Kloster ein!

Es schrie,

der große Reformator,

man soll sie Keulen,

die Bäuerlein!

Wollt er doch nur,

die kleinbürgerliche Seele,

aus mittelalterlichem Mief befreien,

und nicht geplagte Bäuerlein!

So sind die Spuren,

der Geschichte,

erhalten hier in viel Gestein,

die Hure selbst,

läst sich gebrauchen,

verklärt nicht nur den Sonnenschein,

die Sonne,

wie sie einst geschienen,

in kurzer Zeit,

sollt nicht mehr sein,

doch sind es gerade des Menschen Spuren,

die graben tief im Stein sich ein!

Neue Spuren sind im entstehen,

im kleinen Kaff,

mit seinem Mief,

Kultur wird ihrer Wege gehen,

was immer sie auch ist,

sie braucht den Menschen,

um zu bestehen,

weil sie ein Ding der Menschen ist!

Im Cafe sitzend,

Gemütlichkeit und Ruhe,

so den Kleingeist zu bezwingen,

hat es ihm doch nur aufgeputscht.

Besser ist,

ich gebe jetzt ruhe,

sonst die Zeit zu schnell entwischt!

Metaphysische Kreisläufe – Dialektische Spirale

Wie so oft geht es ums Rechts-Linksschema und manche Gesellschaftskritik wird in diesem Schema hin und hergeschoben, wobei es dazu kommt, dass aus einen Linken schon mal ein Rechter gemacht wird, seltener auch umgekehrt. Ich selber lehne diese einfachen Schemen ab, unter anderem weil es nicht einfach ist, diese Kategorien klar zu definieren. Zu einem Beitrag auf Facebook habe ich folgenden Kommentar mit Gedicht geschrieben:
Das ist nun mal so, mit dem Rechts-Linksschema, es ist metaphysisch und dreht sich somit im Kreis und wenn du losgegangen, dann wirst Du ans Ziel gelangen, … rechtsherum oder linksherum, die Richtung ist in jedem Fall egal. Doch ist dem so, in Schein und Spiegel? 

 

Die Meinung ist frei und eine Ware,
sie ist handelbar und verhandelbar,
wird geschaffen um konsumiert zu werden,
allein einen Wahrheitsanspruch gibt es nicht,
der wäre letztlich nicht handelbar,
auch nicht wandelbar
und was nicht wandelbar,
da nicht handelbar,
ist zwar wahr,
nur nicht frei,
auch wenn die Wahrheit
das Wesen der Freiheit nicht nur sei,
sondern ist …
was für ein Mist …!
.
Und so wird im Kreis gelaufen,
bis der Kreislauf kollabiert
und reanimiert wird aufgerichtet,
mit viel Loben,
wieder auf die Kreisbahn geschoben …,
die Nebensache,
ist die Hauptsache,
sie hat im Kreislauf zu überholen,
allerdings wenn sie an der Spitze läuft,
läuft sie letztlich wieder hinterher,
wer kann in diesem Kreise noch erkennen,
wer kann wirklich noch benennen,
was ist wichtig,
was ist nichtig,
was ist falsch
und was ist richtig,
was ist Meinung,
was ist Wahrheit,
was ist vorne,
was ist hinten,
von Vornherein wird so im Nachhinein,
… verwirrend soll das Leben sein,
metaphysisch sich entwickeln!
.
In der Bewegung immer schneller,
geht es um den Rand des Tellers,
über den so niemand schaut,
weil es vor der Mitte graut,
so im Nebel ganz verschwommen
und vom Kreislauf ganz benommen,
taumeln die Menschen immer weiter
und müssen irgendwann erkennen,
das vorne doch nicht hinten ist
und so oft sie auch im Kreise laufen,
der Ausgangspunkt wird nie erreicht,
eher rückt er nach und nach in weite Ferne,
gelegentlich ist er zu sehen,
in der scheinbaren Kreisbewegung,
beim nach unten sehen,
doch die Bewegung führt nach oben,
die Negation der Negationen,
die Quantität bringt neue Qualität hervor,
und umgekehrt,
in Kampf und Einheit der Gegensätze,
… das Maß ist voll,
… irgendwann,
nur wann?
.
Wohl dem der erkennen kann,
den Widerspruch als Wesen der Bewegung,
auch der polare Gegensatz hat seinen Platz,
der antagonistische Klassengegensatz,
und seine Pole,
spielen so auch noch eine Rolle,
Empirisches und Theoretisches,
wissenschaftliches Erkennen,
und künstliche Intelligenz!?
Das Aufsteigen vom Abstrakten,
zum Konkreten, …
ach was soll es, 
… die Menschen neigen eher zum Knien,
und zum betten!

Ostern

– Ostern war ich Osterspazierren, oder war ich demonstrieren? Beides ist gewesen, so führte ich durch sakralen Raum, historisches beschreibend und durch die Stadt ging es im Kostüm, den Schalk nicht zu verneinen. Am Feuer hab ich auch gesessen und vegetarisch unkorrekt verbranntes Fleisch gegessen, das Bier dazu hat auch geschmeckt, das war am Sonntagabend! Montagmorgen stand ich auf und bin zum Zug gegangen, es ging zum Ostermarsch hinaus, zu demonstrieren mein Verlangen! So ist das Fest vorbei gegangen und bunt noch manches Ei, wartet auf den Verzehr, der Osterhase bringt allerdings keine mehr …

– Ostern ist so manch Metapher, historisch einst ersonnen, im starren Wertekanon nun geronnen, von Ewigkeit zu Ewigkeit, wird verkündet an die Kinder, es war, es ist, es wird so sein und wenn es bleibt, ist gut und richtig, das irdisch Leben ist doch nichtig, seht es ein, versteht es recht, der Tod bringt die Erlösung, um im Himmelreich so auferstanden, in Ewigkeit glückselig zu dösen! Das irdisch Sein, ein Jammertal, mit Pein und Not und Qualen, erduldet Sie als stoisch Opfertier, wenn ihr dann tot, steht eines fest, der Osterbotschaft folgtet ihr, in Hoffnung auf der Illusionen Schwingen!

Ostergedanke

Auferstanden von den Toten,

vom Kreuz in dunkler Nacht,

hat sich der Erlöser auf den Weg gemacht,

die Knechte zu bekehren,

damit sie immer Knechte hier auf Erden!

………. Und der Knecht kann glücklich im Himmelreiche werden!

Und wenn ein Herr,

zum Erlöser betet,

an welchen er nicht glauben mag,

dann ist er Herr hier auf Erden,

der Knecht so seinen Herren hat!

………. Und der Knecht kann glücklich im Himmelreiche werden!

Und wenn der Knecht,

zum Erlöser betet,

an welchen er glauben soll,

dann ist sein Herr hier auf Erden,

mächtig und hoffnungsvoll!

………. Und der Knecht kann glücklich im Himmelreiche werden!

Doch als der Erlöser auferstanden,

da war des Menschensohn schon tot,

aus hiesigem Leben in Not verschwunden,

nach irdischer Knechtschaft und Pein,

soll des Menschen Zukunft im Jenseits sein!

………. Und der Knecht kann glücklich im Himmelreiche werden!

Der Osterbotschaft Sinn,

fügt euch ins Schicksal rein,

der Erlöser sei euer Vorbild,

in Herrschaft geknechtet,

wird nur der Tod euch in Ewigkeit befreien!

………. Und der Knecht kann glücklich im Himmelreiche werden!

Wenn der Knecht hat keinen Erlöser,

weil er sich konnte von diesem befreien,

wird der Hoffnungsschimmer Jenseits sterben,

und der Knecht kann sich im Diesseits befreien,

ohne Herrn auf Erden glücklich sein!

………. Und der Knecht wird sich vom Himmelreiche befreien!

Und kein Knecht mehr sein!

 

Habe drüber nachgedacht:

In der Mailingliste der Freidenker fand sich ein Text zum Nachdenken und ich habe drüber nachgedacht und wie folgt geantwortet:
Habe drüber nachgedacht:
Geister, Gut und Böse, die Welt in der Welt, Parallelwelten entstehen, die Gesellschaft wird beherrscht von Geistern und Dämonen, Vampire sind dabei so manches Staatswesen zu übernehmen, wenn diversen Filmen und Serien glauben geschenkt werden soll, vorrangig aus den USA kommend! Das dabei der Glaube die treibende Kraft ist, steht außer Frage, sein Ziel, die Manifestation seines Gegenstandes und die Negation des Wissens! Mit Philosophie hat das allerdings weniger zu tun, eher mit Mythologie! Der ewige Kampf des Guten gegen das Böse, wobei das Gute immer die uns beherrschenden Kräfte sein sollen und wenn wir Neigung verspüren uns nicht von diesen Kräften beherrschen zu lassen, sind wir die Bösen! Da wir aber gut sind, sind wir es entweder, weil wir dem Guten dienen oder das Gute als das Böse erachten!
Angst soll Mensch haben und sein Streben in bestimmte gewünschte Richtung lenken. Denn wie wusste Tacitus schon: „Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist“. Trotzdem lebt der Mensch nicht in der Zeit allein, es wäre sehr Eindimensional, er lebt in Raum und Zeit. Allein ich stimme zu, dies System, welches wir sollten beim Namen benennen, zerstört den Menschen, zwängt ihn in ein Korsett fremden Zwecke zu dienen!
Die Rebellion ist angesagt, Kanäle werden gleich einer Ware geboten, manch Mensch nimmt diese gerne an, sich des Preises nicht bewusst und im Rausch den Strömen folgend, hoffnungsvoll dem Abgrund so entgegen! Es ist das Treibgut Mensch was schwimmt, dem gezeigten Strome folgend, anfänglich mit Leichtigkeit getrieben, jedoch das Tempo ständig zunehmend, bis von den Fluten fast erdrückt, gegen das Ertrinken ringend! Aus diesem Kampf kann Kraft entsteht, wenn erkannt, wohin die Reise geht und im eigenem Lebenssinne gegen den Strom, das eigne Ziel erkennend und nicht aus dem Auge verlierend, geschwommen!
Und die meisten Mythen haben einen rationalen Kern, denn:
Hänsel und Gretel sind Gut, das kindliche Gemüt hat die Hexe verbrannt, welche ihrer Natur entsprechend böse war. Auch war die Stiefmutter der Beiden nicht gut, sorgte sie dem Hunger folgend, dass der Vater der Beiden diese in den Wald gebracht und ausgesetzt. Der Vater wiederum war gut, denn er handelte unter Zwang, hätte nie seine Kinder ausgesetzt, wenn sein Weib es nicht verlangt! Die Folgsamkeit in Dummheit, lässt dem Vater die böse Tat vollbringen und ihm zum Schluss noch gut aussehen, obwohl das Schicksal der Kinder ihn nicht zu scheren schien und diese sich selbst befreiten! Nur von was haben sie sich befreit?

Weiterlesen „Habe drüber nachgedacht:“

Infragestellen

Infragestellen heißt zweifeln!

Infragestellen fordert den Beweiß!

Nicht bedingungslose Anerkenntnis einer Aussage, eines Zustandes, eines Wertes, Inhaltes, etc.

Infragestellen bedeutet nachdenken über den Gegenstand der Betrachtung, über die Richtigkeit und Unrichtigkeit einer Aussage, über den Sinn von Werten und ihren Bezug zum gesellschaftlichen Sein! Infragestellen bedeutet die Frage nach Sinn und historischen Bestand zu stellen, Sinn zu hinterfragen, Entwicklung zu erkennen! Infragestellen ist eine Grundvoraussetzung zum Nachdenken über die Welt und „was die Welt, im innersten zusammenhält“*.

Infragestellen bedeutet die Anerkenntnis „…dass die Welt nicht als ein Komplex von fertigen Dingen zu fassen ist, sondern als ein Komplex von Prozessen,…“[1]

Mephistopheles:

„Ich bin der Geist, der stets verneint!

Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,

Ist wert, dass es zugrunde geht;

Drum besser wär´s, dass nichts entstünde.

So ist denn alles, was ihr Sünde,

Zerstörung, kurz, das Böse nennt,

Mein eigentliches Element.“

Goethe, Faust – Der Tragödie erster Teil

1885 Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig

Seite 46 / Studierzimmer

*ebenda Seite 17/18 / Nacht